Prof. Dr. Michael Komorek

Seit 2018 begleite ich die Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH in unterschiedlichen Kontexten – von Fortbildungen für Leitungskräfte zur Inklusion über Beratungsprozesse in der Organisationsentwicklung bis hin zur kontinuierlichen Begleitung der AG Inklusion sowie der Geschäftsführung und Leitungsrunde. Diese Zusammenarbeit ist geprägt von Offenheit, Reflexionsbereitschaft und dem ernsthaften Anspruch, inklusive Kinder- und Jugendhilfe nicht nur konzeptionell zu denken, sondern praktisch wirksam werden zu lassen.

Vor dem Hintergrund der Anforderungen des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes zeigt sich besonders deutlich, wie konsequent Pfefferwerk den Weg hin zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe gestaltet. Inklusion wird hier nicht als Zusatz, sondern als leitendes Prinzip verstanden, das Strukturen, Fachlichkeit und Haltung gleichermaßen durchdringt.

Ein zentrales Element und zugleich Schlüssel zu gelingender Inklusion ist Partizipation. Die Stärke von Pfefferwerk liegt aus meiner Sicht genau in dieser partizipativen DNA: Beteiligung wird nicht nur ermöglicht, sondern aktiv gestaltet und eingefordert. Viele meiner persönlichen Erinnerungen sind verbunden mit intensiven, differenzierten Diskussionen, in denen genau diese Haltung spürbar wurde.

Zum Jubiläum wünsche ich den Pfefferwerker*innen, sich dieser eigenen Stärke immer wieder bewusst zu werden und den Mut zu haben, Partizipation als zentrales Merkmal ihrer Unternehmensmarke weiter zu schärfen und zu fundieren. Denn dort, wo Partizipation ernsthaft gelebt wird, entsteht die Grundlage für echte, nachhaltige Inklusion.